Workshops

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Workshop 1: Umgang mit Konflikten…typische Szenen für geschlossene
Gruppen oder das tägliche Brot in jedem stationären Gruppenkontext? – Prof. Dr.
Schwabe

Es wird einen kurzen Input zum Thema Konflikttheorie geben und typische Konflikte aus dem Alltag mehrerer Gruppen, die freiheitsentziehende Maßnahmen durchführen, werden vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmer*innen des Workshops analysiert.

Einige Konflikte sind FeM-typisch, andere könnten sich in jeder stationären Wohngruppe ereignen oder auch in anderen Erziehungshilfeformen. Wenn Zeit bleibt, können die Teilnehmer*innen auch Konflikte einbringen, die sie selbst erlebt haben.

Workshop 2: Ultima ratio oder optima ratio? Möglichkeiten und Grenzen von zeitlich begrenzter geschlossener Unterbringung in Clearingstellen – Wolfgang Eißen (PDF)

Die Konzepte der Würzburger und Münchner Clearingstelle werden vorgestellt, aus dem Alltag berichtet und idealtypische Vorgehensweisen bei besonderen Ereignissen bzw. der Umgang mit den Hauptstörungsbildern dargelegt.

Im Workshop werden einzelne Fallverläufe betrachtet und anhand von Fallbeispielen die Sinnhaftigkeit einer Clearingmaßnahme bzw. einer freiheitsbegrenzenden Maßnahme erörtert. Auf Grundlage eigener Statistik, Erfahrungen und der EQUALS-Studie werden die Ergebnisse bewertet.

Workshop 3: Eltern- und Familienarbeit bei Auslandsmaßnahmen und geschlossener Unterbringung – Tjorven Birkenbeul, Bruno Körner

Eltern und andere Personensorgeberechtigte haben einen Rechtsanspruch auf Hilfe zur Erziehung. Dabei muss kein schuldhaftes Versagen der Erziehungspersonen vorliegen – bis das Gegenteil bewiesen ist, unterstellen wir Eltern, dass sie das Beste für ihr Kind wollen. Eltern wollen nicht, dass ihr Kind eingesperrt oder weit weg von ihnen ist. Gleichzeitig bietet ein geschlossenes Setting oder eine Auslandsmaßnahme einen Schutzraum für das Kind.

Der Workshop bearbeitet die Notwendigkeit der Reflexion der eigenen Präsenz am Beispiel des prozessdynamischen Modells der Neuen Autorität nach Körner & Lemme und stellt praktische Überlegungen im Konzept der Neuen Autorität an, u. a. zur Wachsamen Sorge und Bündnisrhetorik. Außerdem werden Erfahrungsberichte aus München vorgestellt zu Grenzen und Chancen der Elternarbeit im (fakultativ) geschlossenen Setting dort.

Workshop 4: Erlebnispädagogik mit den Schwierigsten – Elena Renninger, Rainer Groß (PDF)

Besondere Problemstellungen erfordern besondere Methoden. Die Erlebnispädagogik im Intensivpädagogischen Projekt Erleben, Arbeiten und Lernen in Finnland ist eine solche besondere Methode.

Die Grundidee des Projektes wird vorgestellt und pädagogische Mitarbeiter werden über ihre praktische Erfahrungen in Finnland berichten und als Diskussionspartner zur Verfügung stehen. Es wird u. a. geklärt, was das „erlebnispädagogische“ an dem Programm ist und welche „besondere“ Pädagogik sich als wirksam erwiesen hat.

Workshop 5: Grenzen setzen – aber wie? Umgang mit aggressivem Verhalten – Prof. Dr. Franz Schermer, Prof. Gunter Adams, Peter Schidla (PDF Workshop, PDF Handout)

Im pädagogischen Alltag kommt es immer wieder zu Situationen in denen Professionelle mit aggressiven Verhaltensweisen konfrontiert werden. Dieser Workshop beschäftigt sich mit konkreten Beispielen aus dem Alltag der Teilnehmer/innen des Workshops und den Fragen, wie man diese Situationen wirksam bewältigen kann.

Nach einem kurzen Überblick über Konzepte und Handlungsstrategien zum Umgang mit aggressiven jungen Menschen, werden wirksame Interventionsmöglichkeiten erarbeitet, die angemessen und rechtlich legal sind. Die Meldepflicht besonderer Vorkommnisse in Einrichtungen der Jugendhilfe wird konkretisiert.