Liebe Gäste des Würzburger Familiensymposiums!

Der Begriff der sogenannten „Systemsprenger“ hat sich in den letzten Jahren immer weiter verbreitet und wird seitdem in der Fachwelt kontrovers diskutiert. Was verbirgt sich dahinter und wer sind diese Personen, von denen behauptet wird, dass sie Systeme sprengen würden.

Der Film „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt sorgte 2019 für bundesweite Aufmerksamkeit. Kinder und Jugendliche, die ihren Platz in Schule und Jugendhilfe verlieren oder gar nicht erst finden, steigende Zahlen der Inobhutnahme und immer mehr Nachfrage nach spezialisierten Settings fordern uns heraus.

Im „Campus Community Dialogue“ wollen sich die Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der FHWS und die „Praxis“ mit diesen Herausforderungen auseinandersetzen. Damit soll die Tagungsreihe der Familiensymposien wieder beginnen, die vom Vertiefungsbereich „Kinder-, Jugend- und Familienhilfe“ der Fakultät 2002 zusammen mit den Kooperationspartnern Stadt und Landkreis Würzburg und der Evangelischen Jugendhilfe Würzburg gestartet wurde. Damals referierten u.a. die Soziologin Rosemarie Nave-Herz, der Kinder- und Jugendpsychiater Jörg Fegert und der israelische Psychologe Haim Omer.

Im Fokus sind Freiheit eingrenzende Settings, intensivpäda-
gogische (Auslands-) Projekte und die Vernetzung der Systeme Schule, Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie. Durch Referenten und Teilnehmern/innen aus diesen Bereichen möchten wir Erfahrungen und Ideen austauschen, um diesen jungen Menschen und ihren Familien besser helfen zu können.

Die Veranstaltung findet in Verbindung mit der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft GU14+ statt. Der Verein GU14plus e.V. bietet einen bundesweiten Austausch zwischen Trägern und Interessierten, die mit und in Freiheit entziehenden Maßnahmen arbeiten.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und auf einen spannenden Austausch!

Ihr Tagungsteam
Prof. G. Adams, Wolfgang Eißen, Annabell Glaser, Elena Renninger und Vera Taube